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Geschichte des Ortsteils Falkenau

Der Ort Falkenau (276- 431 m ü.NN) wurde an den Vorhügeln des Erzgebirges auf den Flussniederungen der Flöha, in Form eines kurzen Reihendorfes, gegründet. Obwohl unser Ort vermutlich schon 1157 gegründet wurde, fand die erste urkundliche Erwähnung 1378 im Schellenburger Steuerregister der Wettiner statt. Im Verlauf seiner Geschichte wechselten auch die Ortsnamen Valkenow (1378), Flackenaw (1501), Valckenaw (1791), Falckenau (1875) und später Falkenau bei Augustusburg. Die ersten Siedler lebten von der Landwirtschaft. Im 16. –17 Jahrhundert kam der nicht unbedeutende Silberbergbau nach Falkenau, bis zu 29 Stollen wurden aufgefahren. Der Kalkbergbau am Plauberg und die Holzflößerei am Fluß Flöha konnten in Falkenau über 300 Jahre bestehen. Erst 1821 brachte Beaumont, ein ehemaliger Offizier der französischen Truppen Napoleons I., die Spinnereiindustrie zu großer Anerkennung. (Quellen: Mike Glöckner)

Früher war der Ort überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Einige Drei- und Vier-Seiten-Höfe, die sich noch in Falkenau befinden, künden von dieser Zeit. Im Zuge der industriellen Revolution erfolgte auch hier eine Umstrukturierung. Davon zeugen einerseits die über 120-jährigen Gebäude der Baumwollspinnerei, weiterhin ist auch die günstige Verkehrsanbindung durch eine Bundesstraße (B173) und die direkte Lage an der Eisenbahnlinie Chemnitz-Dresden aus dieser Entwicklung zustande gekommen. Das inzwischen stillgelegte Hetzdorfer Viadukt (Einweihung 1869), welches das Flöhatal im Falkenauer Ortsteil Hetzdorf überspannt ist eines der monumentalsten Zeugnisse dieser Zeit. Es gilt als Deutschlands höchste einetagige, steinerne Bogenbrücke.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurden in der Ortschaft viele Restrukturierungen und Sanierungen vorgenommen. Doch auch neue Ansiedlungsmöglichkeiten sowohl für Familien als auch für Firmen wurden geschaffen. Eine Wohnsiedlung (ca. 120 Einfamilienhäuser) im Zentrum der Ortschaft mit günstiger Lage zur Grundschule und zum Bahnhof schafft für viele Menschen aus Falkenau und aus dem Falkenauer Umland eine ideale Alternative zum Wohnen in der Stadt. Für Firmen wurde ein Gewerbegebiet erschlossen, welches außerhalb der Ortschaft direkt an der B173 liegt und damit nicht nur eine günstige Infrastruktur für ansässige Betriebe bildet, sondern auch für auswärtige Firmen, die einen Standort suchen. Am 25. Oktober 1995 wurde der erste Spatenstich vollzogen. Mittlerweile haben sich mehrere Firmen angesiedelt. Ein wichtiger Höhepunkt in der Geschichte Falkenaus war die 625-Jahr Feier im Jahr 2003.

Am 1. Oktober 2011 erfolgte die freiwillige Eingemeindung der Gemeinde Falkenau in die Stadt Flöha.

Fleyer zum Hetzdorfer Viadukt Download