Am 12. Mai besuchte Oberbürgermeister Volker Holuscha zusammen mit Stadträtinnen und Stadträten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung die Niederlassung der Firma FireDos im Falkenauer Gewerbegebiet. Empfangen wurden Sie von Produktionsleiter André Schlosser und dem Leiter der Qualitätssicherung Ismail Mohamed.
Das Falkenauer Werk der Firma FireDos ist einer von drei Standorten der in Wölfersheim ansässigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), welche sich auf industrielle Löschmonitore und Zumischsysteme spezialisiert hat. Am Standort im sächsischen Falkenau findet dabei die Zerspanung der Gussrohlinge an 5-Achs-Fräsmaschinen, administrative Aufgaben, die Arbeitsvorbereitung, die Qualitätssicherung, vorbereitende Oberflächenbehandlung sowie deren Lagerhaltung statt, bevor diese in das hessische Stammwerk nach Wölfersheim zur Montage versendet werden. In einem weiteren Werk im polnischen Wojciechów (Kreis Olesno) findet die Fertigung basierend auf Dreh-Frästechnik und Schweißtechnik statt.
„Gegründet wurde der heutige Standort Falkenau durch eine Ausgliederung im Jahr 2006 und hatte seine Anfänge auf der Heinrich-Heine-Straße in Flöha, wo zwei Räume genutzt worden“, wie Produktionsleiter André Schlosser erklärt. 2007 wurde dann der heutige Standort im Gewerbegebiet Falkenau erbaut und 2008 bezogen. „Der Standort Falkenau hat derzeit 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wobei es nicht einfach ist, neue und geeignete Mitarbeiter zu finden“, so Schlosser. Der Fachkräftemangel bewege auch das Werk in Falkenau, welches im Zweischichtsystem arbeitet. „Wir suchen weiterhin Leute zum Einstellen“, erklärte der Produktionsleiter.
Ein gutes Beispiel für die Fachkräftegewinnung stellt Ismail Mohamed dar. „Ich bin seit 2022 im Unternehmen und kam erst als studentischer Mitarbeiter und habe an der TU Chemnitz Ingenieurswesen studiert. Jetzt bin ich Leiter der Qualitätssicherung“, erklärte der gebürtige Sudaner. „Es hat einfach alles optimal gepasst“, erklärte André Schlosser stolz. „Wir sind froh, dass wir einen solchen qualifizierten Mitarbeiter gefunden haben“, fuhr er fort.
In Zukunft möchte FireDos seinen eigenen Bekanntheitsgrad in der Region steigern. „Wir sind weniger im Bewusstsein der Personen, da wir einen speziellen Markt bedienen und keine Produkte des täglichen Bedarfs herstellen“, so der Produktionsleiter. Um dies zu erreichen und da zu unterstützen, wo die Hilfe benötigt wird, bringt sich FireDos mit Sponsoring in der Region ein. So wurden beispielsweise 2025 der Kindertagesstätte Falkennest Sonnenschirme und der Falkenauer Feuerwehr zum 140. Jubiläum ein Brandschutzvorhang gesponsert. Auch ein Insektenhotel im Dr. Park Falkenau entstand. „Man hört immer wieder von einer Globalisierung und Spaltung, aber gerade das gesellschaftliche Engagement müssen wir erhalten und unterstützen. Falkenau hat ein lebendiges Dorfleben und wenn es uns gelingt, dieses zu erhalten, haben wir einen großen Teil gewonnen“, erklärte André Schlosser seine Intention zur Förderung in der Region. „Das Ehrenamt ist die wichtigste Klammer zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, fügte Oberbürgermeister Volker Holuscha an.
Bei einer Besichtigung der Produktion konnte die Delegation den Produktionsprozess am Werk Falkenau live begutachten. So wurden das Fräsen von Baugruppen, die Vorbereitungen für die Veredelung und die Qualitätssicherung gezeigt. Im Falkenauer Werk entstehen dabei Bauteile für Zumischsysteme mit einer Fördermenge von bis zu 25.000 Litern Wasser in der Minute in Alulegierungen für den Einsatz an Land und in Messinglegierungen für den maritimen Einsatz. Für seinen Herstellungsprozess ist das Unternehmen mehrfach zertifiziert. „Wir sind im Brandschutzbereich tätig und hoffen, dass unsere Produkte nie zum Einsatz kommen müssen, aber wenn es so ist, dann muss auch alles funktionieren“, erklärte Schlosser.
An FireDos gehen aber auch einige Themen nicht spurlos vorbei. So ist die Internetanbindung als harter Standortfaktor im Gewerbegebiet Falkenau ein Thema, welches an die Stadtverwaltung herangetragen wurde, sowie der Weiterbau der Umgehungsstraße B173n nach Falkenau und der Hochwasserschutz im Ort.
Abschließend betonte Produktionsleiter André Schlosser die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung: „Wenn wir ein Anliegen hatten, dann hatte man in der Stadtverwaltung immer einen kompetenten Ansprechpartner mit einem offenen Ohr. Dafür sind wir dankbar“. (efh)
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