Ein einsatzreicher Abend forderte am 12. März die volle Aufmerksamkeit der Feuerwehr Flöha. Innerhalb kürzester Zeit mussten die Kameraden gleich zwei Brände löschen – wobei ein aufmerksamer Blick auf dem Rückweg wohl Schlimmeres verhinderte.
Erster Alarm: Brennende Matratze im Unterholz
Gegen 17:45 Uhr schrillten die Melder zum ersten Mal: Brand im Wald auf der Straße „Der Mühlweg“. Rund 100 Meter abseits der Waldwege stießen die Einsatzkräfte im dichten Gestrüpp auf eine brennende Matratze. Das Feuer hatte bereits auf den Waldboden und einen angrenzenden Baum übergegriffen.
Mit drei Fahrzeugen rückte die Wehr an und brachte die Lage schnell unter Kontrolle. Um ein tückisches Wiederentfachen im trockenen Waldboden auszuschließen, löschten die Brandschützer nicht nur mit Wasser, sondern versiegelten den Brandherd zusätzlich mit einem Schaumteppich. Während die Polizei die Ermittlungen zur noch ungeklärten Ursache aufnahm, rückten die Kräfte wieder ab – doch der Einsatzabend war noch nicht vorbei.
Zufallsfund auf der Rückfahrt: Kellerbrand entdeckt
Gegen 18:10 Uhr befanden sich die Kameraden gerade auf dem Rückweg zum Standort, als ihnen eine ungewöhnliche Rauchentwicklung im Bereich der Straße „Zur Baumwolle“ auffiel. Das erfahrene Bauchgefühl der Retter täuschte nicht: Im Keller eines Wohnhauses war ein Feuer ausgebrochen.
Dank des schnellen Eintreffens konnte Schlimmeres verhindert werden. Geistesgegenwärtige Passanten hatten zu diesem Zeitpunkt bereits eine Person aus dem Gefahrenbereich gerettet. Die Feuerwehr leitete sofort einen Schnellangriff ein, um die Flammen im Untergeschoss zu bändigen.
Großaufgebot bringt bei dritten Brandeinsatz der Woche die Lage unter Kontrolle
Aufgrund der brenzligen Situation wurde die Alarmstufe erhöht: Insgesamt 45 Einsatzkräfte aus Flöha und Falkenau kämpften mit neun Fahrzeugen gegen das Feuer. Unter schwerem Atemschutz drangen die Trupps in den verrauchten Keller vor, löschten verbliebene Glutnester und entfernten brennbares Material. Darüber hinaus musste die Geschossdecke mithilfe einer Kettensäge geöffnet werden, da die Gefahr bestand, dass sich das Feuer ins Obergeschoss ausbreitet. Parallel dazu wurde das gesamte Gebäude belüftet, um den giftigen Brandrauch zu verdrängen.
Neben der Feuerwehr waren der Rettungsdienst und die Polizei vor Ort. Letztere hat auch in diesem Fall die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Sechs Einsätze in einer Woche
Bereits am Sonntag, dem 8. März, kam es in der Gustav-Haubold-Siedlung in Falkenau zum Brand eines Schuppens, bei dem die Feuerwehr gefordert war. Am Mittwochvormittag wurde die Flöhaer Feuerwehr kurz vor 11 Uhr in die Lessingstraße zu einer Türnotöffnung gerufen. In der Wohnung war Essen auf einem Herd vergessen worden, das anbrannte; die Folge war eine stark verrauchte Wohnung. Verletzt wurde niemand. Am Nachmittag kam es an der Augustusburger Straße zu einem Fahrradunfall mit Verletzten. Dabei überschlugen sich zwei Personen mit einem Fahrrad. Ein professioneller Ersthelfer kümmerte sich um die Versorgung der Unfallbeteiligten. Eine Person wurde jedoch in den Speichen des Rades eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Die Verletzten wurden anschließend dem Rettungsdienst übergeben. Am Samstag, dem 14. März, wurden die Feuerwehren aus Flöha und Falkenau in die Wehrstraße zum Brand eines Eigenheims gerufen. 37 Kameraden waren im Einsatz, um den Brand in der Elektroverteilung unter Kontrolle zu bringen. Die Bewohner wurden durch den Rettungsdienst betreut. Schließlich kam es am Sonntag zum Einsatz der Flöhaer Feuerwehr bei einer Dieselspur, die von Flöha bis Chemnitz reichte. Dabei sicherten die Kameraden mit einem Fahrzeug die Gefahrenstelle und streuten an Gefahrenpunkten Ölbindemittel, um diese zu entschärfen. Zudem wurden die Polizei und die Ölwehr hinzugezogen. Zwischen dem 8. März und dem 15. März war die Feuerwehr Flöha sechs Mal im Einsatz. Insgesamt zählte die Feuerwehr Flöha in diesem Jahr bereits 19 Einsätze, die Feuerwehr Falkenau fünf. (efh)
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