Am 5. August 2025 begrüßte Oberbürgermeister Holuscha eine Delegation des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL), angeführt von der Leiterin der Abteilung für Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungswesen, Frau Annette Rothenberger-Temme und Mitarbeitern der Sächsischen Aufbaubank (SAB) in Flöha. Anlass des Besuches war die Besichtigung verschiedener Maßnahmen, welche im Rahmen des EFRE-Programms „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung“ gefördert werden.
Gemeinsam mit weiteren Vertretern der Stadtverwaltung und des Sanierungsträgers WGS mbH, Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung, konnte Herr Holuscha gleich zwei bereits erfolgreich abgeschlossene Vorhaben präsentieren:
Der „Bahnhofsvorplatz“ wurde durch Teilentsiegelung, Begrünung und Ausstattung mit modernen Sitzgelegenheiten und neuer Beleuchtung sowie einen barrierefreien Zugang zur Bahnhofshalle umgestaltet. Dadurch ist ein attraktiver öffentlicher Raum entstanden.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der Wandlung der Bahnhofshalle zu einem „Kunstbahnhof“ in nur sechs Monaten Bauzeit. Als stadtbildprägendes Gebäude und zugleich Bindeglied zwischen den Stadtteilen und dem neuen Stadtzentrum erhielt die Bahnhofshalle ihre ursprüngliche Funktion zurück. Herr Holuscha bekräftigte auch die positiven Auswirkungen, welche die Stadt als Teil der Kulturhauptstadtregion Chemnitz 2025 erfahren hat: mit der Kunstinstallation „Glance“, welche die Bahnunterführung seit 2022 ziert und der kürzlich beendeten Ausstellung „Verstrickungen“ durch das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in der frisch sanierten Bahnhofshalle konnte die Attraktivität des Areals erhöht und ein Begegnungsort geschaffen werden.
Im weiteren Verlauf des Besuches nahmen die Gäste die denkmalgeschützte Seeber- und die Flutgrabenbrücke in Augenschein, die heute eine wichtige Funktion für den Fußgänger- und Radverkehr haben, aber stark sanierungsbedürftig sind. Die Sanierung der Brücken ist ebenfalls Bestandteil der geplanten EFRE-Maßnahmen in Flöha.
Ein kurzer Blick in das Areal der „Alten Baumwolle“ verdeutlichte den Teilnehmern eine jahrzehntelange erfolgreiche Stadtentwicklung in Flöha.
Frau Rothenberger-Temme beglückwünschte die Stadt zur gelungenen Transformation und ermutigte die Verwaltung, weiterhin zielgerichtet und gemeinsam mit Politik und Bürgerschaft ihre Stadt weiterzuentwickeln.
Für die aktuelle EFRE-Förderperiode hatte Frau Rothenberger-Temme gleich zwei Fördermittelbescheide im Gepäck, die sie der Stadtverwaltung offiziell überreichte:
Für das Vorhaben „Aufwertung und Erweiterung des Baumwollparks“ erhält die Stadt rd. 718.000 € EU-Fördermittel. Die Maßnahme ist seit einem Jahr in Planung und soll 2026 umgesetzt werden. Für das Vorhaben „Bürgergarten Sattelgut“ mit dem Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Freiberg e. V. als Projektträger stehen rd. 19.900 € EU-Fördermittel zur Verfügung. Der Bürgergarten wurde Anfang Juli 2025 feierlich eröffnet und dient nun als lebendiger Begegnungsort im Wohngebiet.
Damit liegen nun Zuwendungsbescheide für zunächst sechs Einzelmaßnahmen vor.
Insgesamt sind es 16 investive Maßnahmen, welche die Stadt bis zum Ende der Förderperiode 2027 umsetzen möchte. Trotz des engen Zeitrahmens zeigte sich Herr Holuscha optimistisch, die Ziele zu erreichen. In diesem Zusammenhang dankte er Frau Hausmann von der WGS mbH für die umfassende Unterstützung bei der Programmumsetzung.
Weitere Informationen zu den EFRE-Maßnahmen in Flöha finden Sie auf unserer Webseite.
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