Ein ganzes Schuljahr lang beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse der Oberschule Flöha/Plaue mit der Architektur und der Gestaltung ihrer Stadt und ihres Umfelds. Am 27. Mai 2025 präsentierten sie dazu ihre Ergebnisse vor allen anderen Teilnehmern im gut gefüllten Saal der Stadthalle in Limbach-Oberfrohna.
Die Impulse für ihre Ideen erhielten die Jugendlichen, welche im Rahmen der Berufsorientierung am Projekt teilnahmen, während eines Rundgangs durch Flöha. Gemeinsam mit Frau Irmscher und Herrn Stefan von der Bauverwaltung wurden den Schülern Standorte mit Gestaltungspotenzial gezeigt. Rico Ulbricht, der die Schüler beim Projekt begleitete, gab wichtige Einblicke in Sichtweisen und Handlungsansätze aus der Perspektive eines Stadtplaners. Nach einer kreativen Ideensammlung und einer demokratischen Abstimmung wurden schließlich zwei Projekte vertieft bearbeitet: Zum einen die Bushaltestelle an der Augustusburger Straße an den Elfgeschossern, bei der sich die Schüler zusätzliche Sitzmöglichkeiten im rückwärtigen Bereich wünschen, um nicht mehr auf dem Boden zu sitzen. Zum anderen gestalteten die Jugendlichen die Wiese hinter dem Einkaufsmarkt EDEKA / ALDI. Sie fanden die Fläche perfekt für ein Sommerkino mit Sitzgelegenheiten, Lichterketten und Hängematten zwischen den Bäumen. Also wurde vor Ort ausgemessen, maßstäblich umgerechnet, getüftelt und gebastelt. Am Ende entstanden zwei maßstabsgerechte, selbst gestaltete Modelle, die zunächst dem Oberbürgermeister, Herrn Holuscha, und dann zur Abschlussveranstaltung von „Architektur macht Schule“ in Limbach-Oberfrohna präsentiert wurden. Die Aufregung der Jugendlichen war groß, aber sie haben auch diese Aufgabe erfolgreich bewältigt. Erleichtert, aber auch ein bisschen stolz auf ihre Arbeit fuhren sie mit neuen Eindrücken und Erkenntnissen zum Berufsbild des Landschafts-/Architekten/Stadtplaners zurück nach Hause. Anett Brandt, die Praxisberaterin in der Oberschule Flöha/Plaue war selbst begeistert vom Projekt und möchte es gern im übernächsten Schuljahr wiederholen. Herr Holuscha freute sich über die kreativen Ideen der Jugendlichen und ermunterte sie, auch weiterhin aktiv bei Gestaltungsprozessen mitzuwirken. Die Projektideen der Schüler sollen, so der OB, nach Möglichkeit in laufende Maßnahmen der Stadt integriert werden. So bleiben es nicht nur Ideen, sondern werden im besten Fall Realität.
Hintergrund:
Das Projekt „Architektur macht Schule“ wird seit 2013 von der Stiftung sächsischer Architekten durchgeführt und von den sächsischen LEADER-Regionen finanziert. Im Schuljahr 2024/25 nahmen insgesamt 11 Schulen in ganz Sachsen teil. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Jugendlichen das breite Themenfeld der Architektur, des Städtebaus oder der Landschaftsarchitektur als Bestandteil des Schulunterrichts zu vermitteln. Gleichzeitig soll die Wahrnehmung für die räumliche und gebaute Umwelt, vor allem für das eigene Lebensumfeld erhöht sowie Möglichkeiten zur Beteiligung an der Stadtgestaltung aufgezeigt werden.
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